FÖJ

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Ein Jahr auf einem Bio Obsthof und Lernort Bauernhof


Wenn du gerne draußen in der Natur bist und erfahren möchtest, wie man in biologischer Weise leckeres Obst erzeugt dann bist du bei uns richtig.


auf unserer Internetseite kannst du dir schon mal einen guten Einblick über unsere Arbeit machen.
Zu den Tätigkeiten im FÖJ können folgende Aufgaben gehören:


In der Obstanlage:
  • formieren von jungen Bäumen
  • Bäume pflanzen
  • Schädlingsfallen aufstellen und kontrollieren
  • Bienenweiden einsäen, kartieren
  • Wildbienenhäuser bauen
  • Ernte von Äpfeln, Birnen, Zwetschgen und Mirabellen
  • Baumschnitt
  • mit Führerschein - Traktor fahren
  • Obstbäume verstehen lernen



  • Auf dem Hof:
  • Betreuung der Selbstbedienung
  • Hofverkauf mit Bedienung
  • Sortieren der Äpfel nach Qualität
  • Mithilfe bei den Apfelfesten und bei Führungen von Gruppen
  • Betreuung unserer Facebook Seite



  • auf dem Lernort Bauernhof:
  • im Herbst mit Schulkindern frischen Apfelsaft pressen
  • eigene kleine Projekte mit Schülern aus der Ganztagsschule
  • Übernahme von Kleingruppen bei Schulprojekten
  • Mithilfe bei Kindergeburtstagen



  • Die Auswahl ist groß. Jeder Mensch hat seine eigenen Schwerpunkte, Fähigkeiten und Vorlieben. Gemeinsam suchen wir aus, in welchen Bereich du dich besonders engagieren kannst.




    Erfahrungsbericht unserer 1.FÖJ´lerin
    Hallo, ich heiße Tamara. Ich war 2012- 2013 die erste FÖJlerin  auf dem Bio Obsthof in Bölingen.
    In dem Text möchte ich das Jahr und wie es für mich war mal Revue passieren lassen. Ich versuche das möglichst kurz zu halten, denn eigentlich könnte ich darüber viele Seiten schreiben.


    Als ich am Hof ankam, wusste ich nicht, was mich so erwartet.
    Zwar hatte ich bei den Probetagen Chef Bert und Chefin Elke schon ein bisschen kennengelernt und auch mit den Bäumen gearbeitet, aber frisch aus der Schule und als Debütantin im landwirtschaftlichen Bereich war für mich alles neu.
    Ich habe in einer kleinen Wohnung auf dem Hof gewohnt.
    Dadurch, dass mittags und abends zusammen gegessen wird, auch oftl gemeinsam gekocht wird und durch die vielen Gespräche, ist das Zusammenleben recht nah. Zum Glück aber auch herzlich und locker, so dass ich zum Beispiel dabei war wenn Frunde zum Essen vorbeikamen oder mit zu Ausflügen zu anderen Betrieben konnte.
    Das ist eine Art von Offenheit und Selbstverständlichkeit, die ich nicht zwangsläufig erwartet hatte, die mir aber gut getan hat.
    Festangestellte und Saisonarbeitskräfte waren alle nett und hilfsbereit mir gegenüber. Ich habe das Arbeitsklima als angenehm empfunden und die anderen Menschen richtig lieb gewonnen.


    Für mich fing das Jahr mit dem September an und damit in der Erntezeit. Es war viel zu tun. Es fanden die Apfelfeste statt, Das sind große Veranstaltungen mit sehr vielen Besuchern. Es gibt dann Essen und Trinken,  Mitmachaktionen für Kinder, die Möglichkeit selbst Äpfel in den Obstanlagen zu pflücken und verschiedene Sorten frische Äpfel zu probiernen und zu kaufen. Außerdem war auch noch der Maus -Türöffner Tag, bei dem es darum geht auf Betrieben hinter die Kulissen gucken zu können. Bei den Festen habe ich mit Kindern mit einem kleinen Schredder und einer Presse frischen Apfelsaft gemacht. An einem Tag mit vielen jungen Besucher*innen ist das ganz schön anstrengend. Aber dadurch habe ich gelernt mich durchzusetzen.
    Den Herbst und Winter über bis Anfang Frühling habe ich vormittags gemeinsam mit einigen Frauen Äpfel sortiert. Das hat in der Gruppe Spaß gemacht, weil alle sich gut verstehen und lustig sind. Dabei habe ich auch viele neue Apfelsorten kennengelernt und kann einige schon am Aussehen erkennen.
    Nachmittags gab es meistens draußen etwas zu tun. Zum Beispiel Äste von jungen Bäumen herunterbinden, also dem Baum eine Form vorgeben, Mausefallen aufstellen oder kontrollieren und vieles mehr. Die Formierungsarbeiten an den jungen Bäumen haben mir sehr gut gefallen! Dafür ist es wichtig das Verhalten eines Baumes und die Reaktionen etwas zu verstehen. Das finde ich spannend und darüber habe ich vieles gelernt. Dann habe ich während des Jahres oft den Hofladen, der in Form einer Selbstbedienung funktioniert, betreut.
    Im Winter wurde es auf dem Hof wieder ruhiger. Da habe ich Arbeiten wie Saftflaschen etikettieren oder abgeschnittene Äste aus den Baumreihen kratzten gemacht.
    Im Frühjahr gab es dann noch mal mehr zu tun. Maßnahmen gegen Baumkrankheiten, gegen Schädlinge, das Ausdünnen ( das bedeutet, kleine Äpfel bevor sie wachsen und reifen vom Baum zu pflücken, damit die übrigen Äpfel eine bessere Qualität haben und aus anderen Gründen) aber auch erneute Formierungsarbeiten, zwischendurch wurden auch immer mal Bäume gepflanzt und noch vieles mehr aber das kann ich jetzt nicht alles ausführen.
    Generell sind die Arbeiten in den Obstanlagen sehr vielfältig und von den meisten  wusste ich nicht, dass so etwas überhaupt getan wird.
    Außerdem hängt die Arbeit draußen immer vom Verlauf des Jahres und dem aktuellen Wetter ab.
    Dann habe ich auch manchmal was im Bereich des Erlebnishofs gemacht, wo es um Programme mit Kindern in Bezug auf Landwirtschaft, Jahreszeiten und Ernährung geht. Die Arbeit mit Elke und den Kindern fand ich schön. Ich habe mir auch ein paar Mal selbst Programme für Gruppen überlegt, die dann mit Elke besprochen und selbst durchgeführt. Dadurch habe ich mal eine andere Sicht auf solche Gruppen bekommen. Da war ich nicht mehr Schülerin sondern stand vorne und wollte was vermitteln. Durch das spätere reflektieren mit Elke, habe ich gelernt wie sich das anfühlt und was wichtig ist um die Aufmerksamkeit einer Gruppe Kinder zu bekommen und schon bei dem zweiten Programm das ich gemacht habe bin ich anders aufgetreten.


    Zu dem anderen Teil des FÖJ, damit meine ich die Seminare, will ich noch sagen, dass die toll waren! Ich habe mich selten so wohl gefühlt.
    In dem pädagogischen Prinzip wurde ich als Individuum gesehen und respektiert, Diskussionen liefen offen und das Programm wurde der Gruppendynamik angepasst. Es gab also nicht bloß graue Theorie sondern viel zum Selber machen und Nachdenken. Auch die Menschen dahinter habe ich sehr lieb gewonnen genau wie die anderen FÖJler*innen.
    Durch freiwillige Projekte, zu den wir ermutigt wurden und für deren Umsetzung wir Unterstützung bekamen, habe ich viele Kontakte bekommen. In meinen politisch Ansichten und meinen Idealen habe ich viele Denkanstöße bekommen und mich stark entwickelt, aber auch konkreteHandlungsalternativen kennengelernt.


    Ich kann jedem jungen Menschen nur empfehlen ein freiwilliges ökologisches Jahr zu machen und wenn im Speziellen noch Interesse an ökologischem Obstbau besteht, auch den Bio Hof Bölingen als Einsatzstelle, weil es so viele Möglichkeiten gibt dort darüber zu lernen. In Sachen biologischen Anbau, Nachhaltigkeit und Neuen Sorten kann man von Bert viel lernen.